eIDAS - Aktuelles

 

eIDAS

Das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union haben eine Verordnung über die elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste für elektronische Transaktionen im Binnenmarkt (eIDAS) erlassen. Sie ist zum 17.9.2014 in Kraft getreten.

Die eIDAS regelt EU-weit einheitlich eID- und Vertrauensdienste. Die eIDAS ist unmittelbar geltendes Recht, daher entfällt anders als bei der Signaturrichtlinie (1999/93/EG) eine Umsetzung in nationales Recht.

Zentrales Anliegen der eIDAS ist die EU-weite Interoperabilität von elektronischen Identitäten und elektronischen Vertrauensdiensten. Daher werden alle Behörden der Mitgliedsstaaten verpflichtet, ab dem 1.7.2016 beispielsweise qualifizierte Signaturen, Siegel und Zeitstempel aus allen Mitgliedsstaaten anzuerkennen. Ab dem 18.7.2018 gilt das Gleiche für Identitätsnachweise mittels notifizierter eID-Systeme aus allen Mitgliedstaaten. Mit demselben Ziel wurden die europäischen Normungsorganisationen CEN und ETSI beauftragt, die erforderlichen Standards zu schaffen.

Insbesondere für institutionelle Anwender von Vertrauensdiensten können sich erhebliche Erleichterungen gegenüber dem derzeit geltenden Signaturrecht ergeben. Zum einen durch die Einführung der elektronischer Siegel, die den Ursprung und die Unversehrtheit dokumentieren. Zum anderen durch neue Möglichkeiten Signaturen zu erzeugen, etwas HSM-Signaturen oder Handy-Signaturen, die gegenüber den derzeit in Deutschland allein zulässigen Signaturkarten-Signaturkartenleser-Lösungen eine erheblich verbesserte Usability erwarten lassen.

Viele Detailregelungen zu den Bestimungen der eIDAS sind noch zu erarbeiten und in Form von delegierten Rechtsakten und Durchführungsrechtsakten festzulegen. Die ITOB beteiligt sich an der Ausgestaltung der Durchführungsrechtsakte durch die Mitarbeit im Forum elektronische Vertrauensdienste.

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